Die Frage habe ich mir in der letzten Zeit des öfteren gestellt und sie jetzt fĂŒr mich entschieden:
NEIN, ich werde keinen Scanner benutzen.
Ich benutze weiterhin meine HÀnde und meinen Tastsinn, meine Augen und mein Gehör und mein medizinisches Wissen, welches ich durch meine Ausbildung und die langjÀhrige Erfahrung mit ergonomischen Federelementen haben.
Ich muss die Menschen, die zu mir zur Beratung kommen, anfassen können, sie genau anschauen und ich muss den Menschen zuhören, ihn mit allen meinen Sinnen erfassen, damit ich mir ein genaues Bild von ihm und seinen BedĂŒrfnissen machen kann.
Wie fĂŒhlt sich die Muskulatur an, spĂŒre ich die DornfortsĂ€tze, steht einer weiter hervor, fĂŒhlt die Person sich warm oder kalt an? Die Form und Beweglichkeit der WirbelsĂ€ule ist nur ein Teil des großen Ganzen.
Diagnose mit GerĂ€ten und Computern ist ein Zeichen unserer hochtechnisierten Welt und ich will diese Diagnostik auf KEINEN Fall verteufeln. Die brauchen wir sicherlich, ABER eben Einsatz mit Maß und Ziel und deshalb nicht bei jeder und bei jedem und vielleicht nicht sofort. Wenn ich DiagnosegerĂ€te nutze, brauche ich viel Wissen und Erfahrung um den Befund auszuwerten. Oder ich ĂŒberlasse die Auswertung der Befunde komplett der Maschine?!?
Wenn ich Wissen, Erfahrung und Intuition habe, benötige ich keinen Wirbelscanner.
Vielleicht hat mich meine Zeit als medizinische Fachangestellte in unterschiedlichen Facharztpraxen geprÀgt und ich sehe manches dadurch durch eine andere Brille. Damals habe ich z. B. festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob ein Radiologe MRT-Bilder bewertet oder ein OrthopÀde.
Es hat mich geprĂ€gt, als ich beim Blutabnehmen lernen durfte Venen zu (er)tasten. Es ist ja nicht so, dass diese Venen immer oben auf, schön sichtbar in blau, in der Ellenbeuge liegen. Bei vielen Menschen schĂŒtzen sich die Venen und liegen nicht sichtbar, viel tiefer im Gewebe und dann muss man mit viel GefĂŒhl in den Fingerspitzen oder Fingerkuppen ertasten, wo man die Nadel rein sticht😼‍💹.
Es prĂ€gt auch, wenn Alexandra Schnaubelt, Rolfingtherapeutin, mir wĂ€hrend einer Sitzung, als sie unten an meinen Fußsohlen arbeitete, mir sagte, ich solle doch meine Zunge nicht so verkrampft an den Gaumen pressen! Es war zur Coronazeit und ich hatte eine Maske auf. Wie konnte sie das wissen?!
SPÜREN – TASTEN – ERFAHRUNG – INTUITION – mit sĂ€mtlichen Sinnen mit und fĂŒr den Menschen arbeiten – OHNE GerĂ€te macht schon noch und immer noch und immer wieder SINN.
In diesem Sinn bin ich immer gerne und jederzeit fĂŒr eure Beratungen bereit👋💚